Die anglophone Krise

„Die Kolonialgeschichte spaltet immer noch das Land“, meint Veye Tatah. Die Kamerunerin beobachtet mit Sorge die aktuelle Entwicklung in den Regionen Nordwest und Südwest.

„Seit November 2016 demonstrieren die Menschen im englischsprachigen Teil Kameruns gegen die Regierung. Sicherheitskräfte gehen brutal gegen Proteste von Anwälten und Lehrern im englischsprachigen Teil des Landes vor. Sogar Studenten der Universität in Buea wurden während einer friedlichen Demonstration brutal niedergeschlagen.“ So beginnt ihr Bericht in der Zeitschrift „Africa Positive“, die in Dortmund erscheint. Es sind keine guten Nachrichten, über die sie schreibt. Hier der Artikel in deutscher Sprache.

Mehr zum Hintergrund der Krise im Dossier von Togho Lumumba Mukong und Kafui Sandra Afanou: „Upheavals in Anglophone Cameroon: Background and Updates on the Situation“. Wir danken der Basler Mission in Stuttgart für die Erlaubnis, den Artikel auch auf diesem Weg weiterzugeben.

Inzwischen funktioniert in den betroffenen Regionen das Internet wieder, nachdem die Zentralregierung in Yaoundé es Monate lang abgeschaltet hatte, um die Proteste zu unterdrücken. Doch die Situation bleibt angespannt. Die führenden Köpfe des englischsprachigen Aufbegehrens sind weiterhin in der Hauptstadt inhaftiert. Das berichtet Jeune Afrique, Anfang Juni.

Und Paul Biya (Foto) ist immer noch Präsident ...